Offenes Rathaus – SPD-Thema wird Wirklichkeit

Veröffentlicht am 25.01.2011 in Allgemein

Die Veröffentlichung der neuen Öffnungszeiten im Rathaus durch Bürgermeister Edgar Buchwald und die jüngste Berichterstattung im Darmstädter Echo sind Anlass für die Groß-Bieberauer Sozialdemokraten ihre Sicht der Dinge offen zu legen.
Eine längere Öffnung des Rathauses für Bürgerinnen und Bürger ist seit Jahren ein von der SPD-Fraktion verfolgtes Thema. Mehrere Anläufe, die Sprechzeiten auf einen zeitgemäßen Umfang zu verlängern, wurden vom früheren Amtsinhaber und der ihn viele Jahre stützenden absoluten CDU-Mehrheit konsequent abgeblockt. Mit dem Amtswechsel ist jetzt durch Bürgermeister Edgar Buchwald umgesetzt worden, was aus Sicht der Groß-Bieberauer SPD-Fraktion längst überfällig war. Um mehr als 12 Stunden pro Woche wurden die Öffnungszeiten verlängert. Darüber hinaus sind Terminvereinbarungen über die gesamte Dienstzeit der Rathausmitarbeitenden möglich.

„Zu einer lebenswerten Stadt gehört eine moderne Verwaltung mit bürgerfreundlichen Öffnungszeiten“, fasst Fraktionsvorsitzender Georg Weber das Ergebnis zusammen. „Und noch eine weitere Verbesserung steht an“, so Weber weiter: „Im Eingangsbereich soll eine Servicestelle eingerichtet werden, an der Bürgerinnen und Bürger ihre Anliegen erledigen können, ohne im ganzen Haus herum zu irren und die auf mehrere Etagen verteilten Büros aufsuchen zu müssen. Diese Neuerung ist besonders für gehbehinderte und ältere Menschen wichtig, denn dadurch wird mit geringen baulichen Veränderungen das Rathaus endlich barrierefrei!“
Wenn jetzt, wie im DE zu lesen, von interessierter Seite davon gesprochen wird, die Pläne zur Umgestaltung des Rathausfoyers seien zwar vorgestellt, aber nicht diskutiert worden, widerspricht das nach Auffassung der SPD-Fraktion den tatsächlichen Gegebenheiten. Mehrfach hatte der Bürgermeister im Stadtparlament über seine Planungsabsichten informiert und auch im Bauausschuss wurden die Pläne vom Architekten erläutert und alle Rückfragen der Ausschussmitglieder sachkundig und ausführlich beantwortet. „Ein Umbau des alten Rathausgebäudes, wie von der Ersten Stadträtin gegenüber dem DE ins Gespräch gebracht, ist bei den geplanten Veränderungen überhaupt nicht vorgesehen und wäre mit den veranschlagten Mitteln auch gar nicht zu bewerkstelligen. Das weiß auch Frau Erbach selbst“, kritisiert Fraktionsvorsitzender Georg Weber Äußerungen der Stadträtin. „Offensichtlich wird hier der durchsichtige Versuch unternommen, im beginnenden Wahlkampf sich von dem bisher einvernehmlichen Weg der Koalition zu verabschieden. Und dies, obwohl die CDU mit der Freigabe der im Haushalt für die Umgestaltung des Rathauses eingestellten Gelder den Weg zur Umsetzung der Umbaupläne längst freigemacht hat.“